So lernt dein Hund

Ein Hund ist wie ein Mann, sie möchten eine Belohnung. Nein, dieser Satz stammt dieses Mal nicht aus meiner Feder, sondern von meinem Mann, den ich um eine Anekdote für den Einstieg dieses Beitrags fragte.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stimmt es, meiner Meinung nach. Die Erziehung von Hunden und Kindern beruhen auf ähnlichen Lerntheorien, auch wenn manche jetzt aufschreien mögen, erinnere ich nur an Pawlow und die Klassische Konditionierung, noch heute Bestandteil in der Ausbildung von Erziehern.

Der Pawlowische Hund – kleine Exkursion

Die Bezeichnung pawlowscher Hund (auch Pawlow’scher Hund) bezieht sich auf das erste empirischeExperiment des russischen Forschers Iwan Petrowitsch Pawlow zum Nachweis der klassischen Konditionierung.

Pawlow hatte im Verlauf seiner mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Experimente zum Zusammenhang von Speichelfluss und Verdauung beobachtet, dass bei Zwingerhunden schon die Schritte des Besitzers Speichelfluss auslösten, obwohl noch gar kein Futter in Sicht war. Er vermutete, dass das Geräusch der Schritte, dem regelmäßig die Fütterung folgte, für die Hunde mit Fressen verbunden war. Der vorher neutrale akustische Stimulus (Schrittgeräusch) werde im Organismus des Hundes mit dem Stimulus „Futter“ in Verbindung gebracht. Um diese Hypothese zu prüfen, gestaltete er 1905[1] ein aussagekräftiges Experiment: Auf die Darbietung von Futter, einem unbedingten Reiz, folgt Speichelfluss (unbedingte Reaktion), auf das Ertönen eines Glockentons (neutraler Reiz) nichts. Wenn aber der Glockenton wiederholt in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Anbieten von Futter erklingt, reagieren die Hunde schließlich auf den Ton allein mit Speichelfluss. Dieses Phänomen bezeichnete Pawlow als Konditionierung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund

So lernt dein Hund!

so lernt dein hund

Im Grunde gibt es zwei Arten wie dein Hund lernt:

Zum einen durch Beobachtung und zum anderen durch Erfolg und Misserfolg (Konditionierung)

Was das für das Lernverhalten bedeutet? Vor allem, dass du als Hundeführer darauf achten solltest was du tust!

Lernen durch Beobachtung bedeutet, dass dein Hund dich und dein Verhalten zum Beispiel in Situationen von Hundebegegnungen beobachtet. Je nachdem wie du reagierst passt sich dein Hund mit seinem Verhalten an. Wirst du Hysterisch/Ängstlich und Unsicher, kann ein ängstlicher Hund gleich noch ängstlicher werden, ein dominanter Hund wird die Rudelführer Rolle übernehmen und sich um das Angstauslösende „Ding“ kümmern.

Lernen durch Erfolg und Misserfolg ist die Lernmethode, die eigentlich alle Hundehalter bewusst einsetzen. Tut ein Hund etwas, dass wir gerne haben, zum Beispiel das beliebte „Sitz“ belohnen wir das mit einem Leckerli. Der Hund lernt, ich setzte mich und bekomme was Tolles, ich mach das öfter.

Was heißt das für dich???

Soll dein Hund etwas Neues lernen, gib ihm einen Anreiz! Baue deine Tricks und Kommandos Schritt für Schritt auf. Hierbei gilt, erst wird die Bewegung trainiert, klappt das, wird das ganze zu einem Wort konditioniert!!! Ein Hund spricht nicht unsre Sprache, daher immer kurze Kommandos verwenden.

Das Lernverhalten eines Hundes ist also keine Zauberei. Bedenke immer nur, jeder Hund ist anders wie wir Menschen auch, eine lernt schneller (dummerweise auch unerwünschte Verhaltensweisen) und andere langsamer. Überfordere deinen Hund nie! Und wenn dir auffällt, dass dein Hund eine neue „Macke“ hat, reflektiere erst einmal dein eigenes Verhalten, vielleicht gab es Situationen in dem er mit dieser „Macke“ durchkam und sie dadurch erlernt hat.

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